Bildungscampus Seestadt Nord "Liselotte Hansen-Schmidt"

Im Rahmen des Bildungsneubau-Programmes (BIENE) entsteht derzeit der zweite große Bildungscampus der Stadt Wien im Quartier „Am Seebogen“ der Seestadt.


Das vom Wiener Architektenteam Karl und Bremhorst Architekten gestaltete Gebäude bietet auf dem insgesamt rund 15.000 m² großen Grundstück, das direkt am Elinor-Ostrom-Park liegt, ein großzügiges Bildungs- und Freizeitangebot für die ganztägig betreuten Kinder und Jugendlichen. Dieser ganztägig geführte Bildungscampus+ mit Kindergarten, Volksschule, Mittelschule, Sonderpädagogik und einem Jugendzentrum geht mit Herbst 2021 in Betrieb.

Erreichbarkeit des Bildungscampus

  • Standort: 1220 Wien, Sonnenallee 116 (Quartier „Am Seebogen")
  • Zu Fuß: nur 4 Minuten von der U2-Bahnstation Seestadt
  • Mit Rad und Scooter: ca. 5 Minuten von der Seestadt Süd über den neu gebauten Jane-Jacobs-Steg im Seepark
  • Mit dem Bus: Der Bildungscampus bekommt eine eigene Haltestelle in der Verlängerung des Buslinie 84 A zwischen den U2-Bahnstationen Aspern Nord und Seestadt (Inbetriebnahme Sommer 2021)
Das Angebot

Nachhaltig gebaut

Beinahe schon ein Markenzeichen für den Bildungsbau in der Seestadt: Auch dieser Campus ist ein Terrassenbau mit großzügigen umlaufenden Freibereichen in allen Geschoßen direkt vor den Bildungsräumen. Gut nutzbare Dachterrassen und fassadenbegrünte Balkone erinnern an die typisch wienerische Tradition der „Pawlatschen“ genannten Laubengänge mit ihrer speziellen Atmosphäre.

Ebenso ökologisch wie die äußere Erscheinungsform des Gebäudes ist das innovative Konzept der Energieversorgung, das vom Büro FIN – Future Is Now, Kuster Energielösungen GmbH entwickelt wurde. Erstmals ist ein Bildungsbau dieser Größenordnung nicht mehr von externen Energielieferanten abhängig! Erreicht wurde dies über ein speziell entwickeltes, technisch ausgereiftes System, das Sonnenenergie, Erdwärme sowie Speichermasse in einer ausgeklügelten Kombination nutzt. Dabei kommen eine Erdwärmepumpe, Solarstrom, Betonkernaktivierung und eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung zum Einsatz.
© Marc Lorenz, Karl und Bremhorst Architekten

Bewegungsräume + Sportangebote

Neben dem besonderen Gebäudeklima werden aber auch ausreichend „Auslauf“ und Sportmöglichkeiten für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen sorgen. Die Freianlagen des Campus gehen nahtlos in den großen Stadtteilpark mit seinem Trendsportarten-Angebot über. Dort wurden – witterungsgeschützt unter der U-Bahn – auch die drei Ballspielkäfige des Campus platziert, die mehrfach genutzt werden: Sie stehen nicht nur für den Schulbetrieb, sondern auch den ParkbenutzerInnen öffentlich zur Verfügung.

Kunst, Kultur und Treffpunkte

Unterricht, Kunst und Kultur standen bei der Namensgeberin des Campus – der Wiener Autorin und Journalistin Liselotte Hansen-Schmidt – hoch im Kurs. Dementsprechend lässt auch das sinnvolle, kreative und altersgemäße Freizeitangebot im direkten Umfeld hier keine Wünsche offen und bildet mit den Angeboten des Bildungscampus ein einzigartiges Ensemble für alle Kinder- und Jugendlichen. Die Bücherei Seestadt und der wienXtra-Standort werden im Projekt seebogen:aktiv, gleich in Sichtweite des neuen Jugendzentrums sein.

Das Jugendzentrum Seestadt

Im Herbst 2021 kommt nun das 500 m² große Jugendzentrum Seestadt als freistehendes Gebäude am Liselotte-Hanse-Schmidt-Campus direkt neben den Trendsportplätzen unter der U-Bahn-Trasse und dem Elinor-Ostrom-Park hinzu. Damit bekommt die „Offene Jugendarbeit“, die schon seit 2013 zunächst in Containern der neu entstehenden und besiedelten Seestadt als Mobile Jugendarbeit SEA Seestadt /Essling /Aspern) des Vereins Wiener Jugendzentren aktiv ist, noch mehr Möglichkeiten.
Kinder, Teenies und Jugendliche können im Jugendzentrum Seestadt ihre FreundInnen treffen, wuzzeln, Musik machen und Videos drehen, plaudern, gemeinsam kochen, sie bekommen Rat und Hilfe bei Problemen, es gibt Kreativ- und Medienangebote, Bewegung und Sport, Unterstützung bei Projekten, Jugendkultur, Parties etc.

© Marc Lorenz, Karl und Bremhorst Architekten

Die Bücherei Seestadt

Die 500m² große Stadtteil-Bücherei Seestadt ist als ein offenes Haus konzipiert. Diese „Open Library“ bietet 22.000 Medien (Büchern, DVDs und Hörbüchern), will aber wesentlich mehr sein als nur eine „Ausleihe“. Als Treffpunkt und Aufenthaltsort kann sie auch unabhängig von den personalbesetzten Öffnungszeiten genutzt werden, daher finden sich hier auch ein Lesegarten und das Büchereikaffee. Bei der Ausstattung wurde auf Flexibilität geachtet, die meisten Sitzgelegenheiten lassen sich je nach Bedürfnissen der einzelnen NutzerInnen unterschiedlich gruppieren.

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WIENXTRA: Ein Stadt-Experimentierraum für Kinder und Jugendliche

Was macht eine Stadt nachhaltig? Wie können wir gesund leben? Wie sieht der perfekte Spielplatz aus? Was halten Kinder und Jugendliche für ein gutes Zusammenleben für wichtig und was würde passieren, wenn es eine Woche keine Müllabfuhr gibt?

Die neue WIENXTRA Einrichtung in der Seestadt wird einen Stadt-Experimentierraum für Kinder und Jugendliche bieten, einen Raum für Diskussion, Experimente und Visionen von Kindern und Jugendlichen für Wien. Radikale Kinder- und Jugend-Ideen der Stadtplanung werden hier genauso ihren Platz finden wie Mitgestaltung bei Stadt-Projekten. Die Workshops mit Kinder- und Jugendgruppen werden sowohl mit analogen als auch mit digitalen Methoden arbeiten. Kurzum: Hier werden sich junge Menschen spielerisch mit dem Leben in einer Stadt auseinandersetzen.

WIENXTRA wird den neuen Raum in der Seestadt auch regelmäßig mit Kinder- und Jugendaktionen aus dem großen Freizeit- und Bildungsprogramm von WIENXTRA bespielen.